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Die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW) sieht die ‚schlechte Luft’ in den Wuppertaler Innenstädten wesentlich einer verantwortungslosen Baupolitik der Stadt geschuldet. Es ist absurd, dass jetzt durch kostspielige bürokratische und weitgehend unwirksame Maßnahmen wie die Umweltzonen kuriert werden soll, was durch politische Unvernunft wider verfügbares besseres Wissen erzeugt worden ist. Allein in den letzten Jahrzehnten wurde die Innenstadt Elberfelds durch Neubauten hermetisch so abgeschlossen, dass die Luftzirkulation praktisch zum Erliegen kommt. Mit dem Hotelbau auf dem Johannisberg und dem Neubau der Stadtsparkasse wurde die B 7 auf einem zentralen Teilstück mit einer durchgehenden Mauer nach Süden von der natürlichen Belüftung abgeschnitten. Durch die Clees’sche Mietkaserne an der Sporthalle Gathe, die auch vergaberechtlich einen dubiosen ‚Geruch’ hinterlassen hat, wurde die ohnehin baulich hoch verdichtete Nordstadt einer absolut notwendigen Freifläche beraubt. Dieses Gebäude hätte nie errichtet werden dürfen. Das Gleiche gilt für Eckbau Briller Str./Luisenstr., mit dem die vielbefahrene untere Briller Str. gegen jeden Luftzug verschlossen wurde. Gipfelpunkt städtebaulicher Brutalität war schließlich die mehrgeschossige Überbauung der Morianstr., mit der der Platz am Kolk der Durchlüftung beraubt wurde.
Dass auch die amtierende Bauverwaltung im alten Trott weiter macht, zeigt der abwegige Plan, puren Rentabilitätskalkülen eines Investors nachzugeben und eine Überbauung der B 7 an der Ohligsmühle zuzulassen. Nicht besserer Einsicht, sondern dem entschiedenen Widerspruch der Bürgerinnen und Bürger sowie öffentlicher Stimmen ist es zu danken, dass diese Bausünde unterblieb. Aber auch die jetzige Planung an der Ohligsmühle ist keineswegs unproblematisch. Die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW) fordert, dass jede weitere Bebauung in der Elberfelder Innenstadt durch ein fundiertes Klimagutachten überprüft wird. Dies gilt auch für den Döppersberg. Außerdem sollte der Gestaltungsbeirat durch einen Klimaexperten ergänzt werden.